remute/denis karimani (remute.org) hamburg

intelligent, charmant, hübsch, sexy, einfühlsam, begabt, humorvoll, zuverlässig und mit einem excellenten musikgeschmack beschenkt! nein, heute geht’s nicht um mich, sondern um denis karimani a.k.a remute. eigentlich ist er bekannt für seine bemerkenswerten soundperlen auf remute, areal und liebe*detail, seine heissblütigen live auftritte und seine leidenschaftlichen dj sets, mit welchen er die tanzflächen dieser welt elektrisiert. nun hat er exklusiv für die risikogruppe ein halbstündiges chill out meisterwerk produziert. das ganze wurde stilgerecht auf seinem balkon in hamburg aufgenommen. und als ehrbietung ist das interview auch etwas länger ausgefallen, als sonst üblich.

setz dich bequem hin, zentriere dich und lausche! es erwarten dich IDM-mystik, feingliedrige (a-)rhythmen, seltsam blubbernde geräusche und der süsse moment der auflösung. risiko at it’s best!!

denis, ich küsse deine (hoffentlich frisch gewaschenen) füsse!!

remute / denis karimani – risikogruppe podcast live by risikogruppe

denis auf myspace..
remute.org

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fragen und antworten: remute/denis karimani

– wer bist du?
ich bin denis karimani, auch gennant „remute“. bin 1983 in belgrad geboren und lebe derzeit in hamburg. produzent, liveact, dj, vampir.

– wann und wieso bist du mit elektronischer musik in kontakt gekommen?
ich mache schon seit frühesten teenie-tagen musik. mich trieb vorallem die lust und neugier am experimentieren mit technik jeder art, sei es software oder hardware, an. ich versuche mir auch seit je her diese kindliche herangehensweise stetig zu bewahren und bei jedem werk aufs neue forscher zu spielen.

– mit welchen geräten/software produzierst du?
ich bin mittlerweile fast komplett auf software umgestiegen und nutze nur noch vereinzelt ausgewählte hardware-perlen als samplequelle. software-seitig fahre ich mit einer mischung aus propellerheads reason und ableton live und diverser plug-ins wie native instruments reaktor oder vielen freeware-sachen.
bei den angesprochenen hardware-perlen handelt es sich vorallem gerne um die elektron machinedrum-UW, die gute alte roland tb-303 und dem clavia nordlead2. auch nehme ich gerne vermeintlich „trashige“ geräte gerne auf und verarbeite deren klänge weiter, wo wir auch schon zur nächsten frage kommen…

– kaufst du dir gerne neue tools/spielzeuge?
ich kaufe mir sehr gerne altes vintage-equipment, welches nicht unbedingt den besten ruf hat, um dieses als samplequelle zu benutzen. denn diese vermeintlich „schlechten“ oder „trashigen“ sounds inspirieren mich meist mehr, als jedes hochglanzpoliert-material. bei den neuen tools auf dem heutigen markt fehlt mir ein bischen dieser liebliche trash-faktor, was aber nicht heissen soll, dass es auch heute hin und wieder mal unverzichtbares gibt wie z.b. das korg kaosspad3 oder den tolle torten-synth chimera bc16.

– lässt du dich von neuen musikalischen tendenzen beeinflussen?
ich versuche eigentlich so wenig wie möglich nach links und nach rechts zu schauen und mein schaffen so authistisch wie möglich zu belassen, aber natürlich, ich würde mich ja auch weiterhin als „clubgänger“ bezeichnen, bleibt von so einer partynacht immer etwas übrig, auch wenn es eher unterbewusst sein mag. doch, wie gesagt, versuche ich immer (starr) eigensinnig zu bleiben.

– im club wirst du bejubelt und danach, im hotelzimmer, bist du wieder alleine. wie gehst du damit um?
das ist in der tat ein ziemlicher kontrast, doch diese stille ist nach aufregenden gigs manchmal ein wichtiger faktor, um seinen stress-/adrenalin-pegel wieder natürlich auf normales level zu bringen und deshalb möchte ich das nicht missen, auch wenn es sich langweilig anhören mag. so stelle ich die klimaanlage auf einen fast tropischen wert ein, trinke eine limonade und komme sanft runter.🙂

– was würdest du machen, wenn du nicht musik produzieren würdest?
schwierig überhaupt daran zu denken, aber wahrscheinlich wäre ich dann schon mittlerweile als rechtsanwalt tätig.

– lebst du gesund? wie gleichst du das wochenende aus?
ein wochende „on the road“ würde ich bei mir leider eher weniger als „gesund“ definieren: das reisen an sich kann manchmal ganz schön stressig und kräftezehrend sein, unterwegs bleibt kaum zeit für bedacht gesunde ernährung und im club selber wird man manchmal auch allzuoft zum sündigen verführt.😉 deshalb ist es mir sehr sehr wichtig dieses gesundheits-defizit über die woche einigermaßen anständig auszugleichen, indem ich auf ausgewogene ernährung achte, ein wenig fitness-sport betreibe und wochentags keinen tropfen alkohol trinke. ganz wichtig ist mir über die woche auch generell jeglichen stress zu vermeiden. easy goin‘.

– was ist das beste am live auftreten/auflegen?
das absolut wunderbarste ist die interaktion mit den leuten! ich sehe mich ja auch ein wenig als „missionar“ in sachen guter laune und dann zu erleben, dass meine zuhause/im studio erarbeitete theorie auch in der praxis funktioniert und den leuten für paar stunden eine gute und sorgenlose zeit beschert, ist für mich das höchste der gefühle. ich arbeite immer stetig auf DEN moment hin.

– welcher moment ist der schönste beim musik produzieren?
der moment des totalen vergessens.

– wie erlebst du die schweizer „szene“?
meine gigs in der schweiz sind, ohne groß schleimen zu wollen, bisher immer großartige erlebnisse gewesen. ich habe das gefühl, dass die schweizer partypeople generell offener sind für experimentellere und, ja, auch „verspultere“ sounds, was es für mich als musiker dann umso spaßiger macht gemeinsam mit den leuten zu erforschen wie weit man gehen kann. vielerorts herrscht ja nur noch akzeptanz für die „auf-nummer-sicher“-sounds, wohingegen ich das gefühl habe, dass in der schweiz es von der crowd stimmungs-mäßig mehr belohnt wird, wenn man eher aussergewöhnliche momente generiert. besonders auf veranstaltungen wie dem lethargy-festival in zürich ist mir das mehr als deutlich geworden. hier hatte der alte slogan „we are different“ noch tatsächlich eine starke bedeutung!

– wann hörst du am liebsten ruhige musik?
im flugzeug beim abheben. zuhause beim runterkommen.

Ein Gedanke zu “remute/denis karimani (remute.org) hamburg

  1. Hallo Denis,
    mach so weiter mit deinem Beruf ! Mein und dein Vater sind beide in derselben Stadt in Zvecan geborne und kennen sich daher.
    Viele liebe Grüße von der Familie Beljuli

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