zuurb – autumn leaves – risikogruppe podcast

oha, es ist herbst. und zuurb schenkt uns sein mixtape „autumn leaves“. das bedeutet pure melancholie in form akustischer streicheleinheiten. und das kann thomas adamski aka zuurb wie kein zweiter. mit seiner radiosendung „polarlichter“ auf BLN.FM hat er sich eine spielwiese erschaffen, auf der er monatlich seine ambienten visionen verkündet.

für diesen risikogruppe podcast hat er für einmal auf episch instrumentale nummern verzichtet und hat sich stattdessen auf gesungenes fokussiert. und das mit einer elysäischen auswahl an liedern, welche unsere herzen im nu erobern wird. perfekt für herbsttage wie diese..

playlist:

Abby Gunderson – Aurora
Riley Pearce – Brave
A Mote of Dust – Wolves in the valley
Dustin Tebbutt – Where I Find You
Oh Wonder – Heart Hope
Jacob David – Andachten
Hollow Wood – Oh My God
The Native Sibling – Carry You
The Lake Poets – Windowsill
Little May – Seven Hours
Koda – Invitation to Love
Dain Weisner – Playing Dead
Slow Meadow – Linen Garden Part 2 (feat. Hammock)
Down Like Silver – To The River
Benoît Pioulard – XI
The American Dollar – The Slow Wait (Part One) (Ambient)

fragen und antworten: zuurb

zuurb pic

– wer bist du?
Ich bin Tommy aus Berlin. Meine podcasts veröffentliche ich seit circa 4 Jahren unter meinem Künstlerpseudonym Zuurb. Woher der Name kommt? Keine Ahnung. Ich brauchte damals halt einen SoundCloud Nutzernamen und dabei blieb es dann auch. Alle Sets laufen in meiner Radiosendung Polarlichter, die monatlich beim Berliner Webradio und Magazin BLN.FM ausgestrahlt wird. Ich glaube allerdings, dass Ambient und Chillout ohne Moderationen wesentlich besser und störungsfreier gehört werden – daher auch immer der Upload ohne Moderationen.

– wann und wie bist du zum ersten mal mit elektronischer musik in kontakt gekommen?
Die erste wirkliche Erinnerung war der Sampler „Timecode – 01.1“ vom Drum & Bass Label Moving Shadow. Das war in Montpellier während einer Schulfahrt – wir saßen im Bus entlang am Mittelmeer und eine Klassenkameradin gab mir ihre Kopfhörer. Das muss so im Jahr 2003 gewesen sein. Drum & Bass war mein erster Zugang zu elektronischer Musik und brachte mich letztlich auch zum Auflegen – vorher hab ich eigentlich ausschließlich Metal und Hardcore gehört.

– du machst radio. wie bist du dazu gekommen und was fasziniert dich an diesem medium?
Ich habe an der Universität Passau Medien und Kommunikation studiert. Passau hatte auch ein eigenes Uniradio mit vielen tollen Menschen, die dort ein buntes Programm gestaltet haben. Erst habe ich mich im Musikressort eingebracht und regelmäßig an den Rotationsplaylisten gearbeitet, später hatte ich dann die Idee eine eigene Sendung ins Leben zu Rufen. Dort begann ich auch mit „Polarlichter“. SoundCloud war für mich der Kanal um neue Künstler zu entdecken und ich habe schon immer gern nach neuen und unbekannten Musikern gesucht. Allerdings konnte ich damit letztlich wenig anfangen. So hatte ich die Möglichkeit den Künstlern aus dem Ambient und Electronica Bereich eine Plattform zu bieten.

Mich fasziniert dabei vor allem die Möglichkeit als Verstärker zu agieren. Künstlern, aus einer sehr kleinen Sparte eine Plattform zu bieten und so dazu beizutragen, dass sie noch ein wenig mehr Aufmerksamkeit erhalten. Das Radio speziell spricht halt nur das Ohr an, der Fokus liegt also beim Wesentlichen – der Musik.

– welche projekte stehen bei dir an?
„Polarlichter“ möchte ich weiterführen und gerne auch mal mit neuen Formaten spielen. Mehr Interviews, mehr Gastmixe, mal sehen…es ist halt nur ein Hobby das neben meinem Vollzeitjob mache und von daher natürlich auch eine Zeitfrage. Anfang Januar spiele im Liquid Sound Club in Bad Sulza, da wird einmal monatlich eine Therme mit elektronischer Musik bespielt. Ich freue mich, dort mal vorbei zu schauen.

– wann hörst du am liebsten entspannte musik?
Ach, schwierige Frage. Entspannte Musik umgibt mich überall. Egal, ob auf Reisen oder auf der Arbeit.

links:

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Rolandson – BananenTutsiFrutzi – Risikogruppe Podcast

Wir begrüssen Rolandson und heißen ihn bei der Risikogruppe willkommen!

Rolandson mixt schon seit geraumer Zeit wunderschöne Sets, beschallt damit die Tanzenden an unzähligen Parties und verteilt seine musikalische Botschaft über die Matrix. Er beschreibt seine Musik als einen Zugang, um seine Gedanken und Vorstellungen hörbar zu machen und dem Moment zu entfliehen.

Der aus Uppsala/Schweden stammende und in Halle (Saale) lebende Rolandson ist kein Tourist, sondern ein Reisender. Er sammelt Sounds aus der ganzen Welt und nutzt sie als Inspiration und Motivation. Er sagt »für mich geht es nicht um Perfektion, mir geht es um Gefühle, um die Leidenschaft«. Grund genug also, für die Risikogruppe einen Mix beizusteuern.

Für mich ist Rolandsons Musik immer wieder ein Grund mich zurückzulehnen und seiner akkustischen Vision von Gefühl und Leidenschaft hinzugeben. Gerade dieser Mix hier lässt mich wegtauchen, um mich in fremden Gefilden zu erwecken. Sanft wechselnde Stimmungen, tänzelndes Farbenspiel und gar aromatische Gerüche begleiten mich durch die akkustische Reise, die er mit seiner Trackauswahl treffend zu unterstreichen weiß. Ein Mix, der dich davon tragen wird. Danke dafür!

Fragen und Antworten: Rolandson

rolandson_foto

– wer bist du?
Ich bin Rolandson, ein Reisender. Ich würde mich als ein Kind der Ostsee beschreiben, da meine Wurzeln sowohl in Schweden/ Uppsala wie auch in Rostock liegen. Eine innere, unbeschreibbare Sehnsucht treibt mich immer wieder an die Küsten der Ostsee sowie in andere Länder und an andere Orte. Ich reise umher, erlebe, lebe, fühle und denke viel und verarbeite eben all das ein stückweit in meinen Mixsets. Das war schon immer so, egal ob ich Musik höre oder selber produziere, sie ist immer ein wichtiger und sehr persönlicher Teil von mir. »Dessen Werk wird Bestand haben, der nicht darauf aus war zu gefallen, sondern dem nur eines am Herzen lag: wahr zu sein.« von Jean Cocteau beschreibt das was mich um-/ antreibt ganz gut, mehr mag ich dann auch gar nicht mehr zu mir sagen.

– wann und wie bist du zum ersten mal mit elektronischer musik in kontakt gekommen?
Das waren in den 90ern ganz klar die Technoclubs in Berlin oder die vielen halb legalen und illegalen Parties. Die 90er waren in vielerlei Hinsicht sehr prägend für mich und haben mich nicht nur in der Musik, sondern auch politisch wie persönlich sehr stark beeinflusst – es war aus heutiger Sicht betrachtet, einfach eine andere Zeit und ich bin froh sie so erlebt zu haben. Meinen ersten DJ-Gig hatte ich vor gut 19 Jahren (mit Tonbandgerät, zwei Vinylscheiben und Tapes), den ersten mit elektronischer Musik dann in Frankreich/ Paris vor gut 8 Jahren. Ich reise viel und gerne und versuche dabei so viel wie nur möglich auf- und mitzunehmen. In Paris war es die Mischung von House und dem Swing der 20er und 30er Jahre – es hat BOOM gemacht. Ab dem Zeitpunkt ungefähr fing ich an, alles (Musik – das Reisen – Gedanken/ Gefühle) min einen bestimmten Kontext zu setzen und fand so zu meinem eigenen, heutigen Stil. Das was ich mache zu beschreiben fällt mir immer schwer, denn ich mag es nicht in Nischen gepresst zu werden, weder als Mensch noch mit der Musik. Im Endeffekt kommt auf den Plattenteller, was das Glöckchen in meinem Ohr zum klingen bringt. Dabei entstehen spontan sehr interessante musikalische Kombinationen, so auch in dem Mix für die Risikogruppe.

– welche projekte (privat wie auch musikalisch) stehen bei dir an?
Privat bleibt privat, und musikalisch; mit meinem Seasidetrip segle ich nunmehr seit 3 Jahren über die Meere und ein Ende ist bei weitem noch nicht in Sicht. Es werden weiterhin regelmäßig Mixsets dort erscheinen und 2016 könnte daraus dann ein eigenes Label werden. Es gab auch bereits die ersten Veranstaltungen und erste (eigene) Produktionen sind am Horizont auch schon zu erkennen. Ansonsten stehe ich super gerne mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt und genau daraus gehen mal gewollt mal ungewollt Projekte hervor – also immer mal wieder vorbeischauen – denn alles ist und bleibt in Bewegung.

– wann hörst du am liebsten entspannte musik?
Wenn ich entspannen will, dann fahre ich meist ans Meer. Ich lege mich in den Sand und lauschen der Musik der Wellen, dem Windspiel und den kreischenden Möwen. Musik läuft ansonsten fast den ganzen Tag und es kommt stark auf meine Gemütslage an, wann was laut aufgedreht wird.

links:

booking:
booking@seasidetrip.de

contact:
rolandson@seasidetrip.de

pages:
facebook – www.facebook.com/herr.roland.son
soundcloud – www.soundcloud.com/rolandson

other pages:
Seasidetrip FB – www.facebook.com/podcastseasidetrip
Seasidetrip SC – www.soundcloud.com/rolandsons-seasidetrip
Herzensangelegenheit – www.facebook.com/herzensangelegenheit.net

risikogruppe – copal negro – klangextase.de

magst? hast zwei abende zeit.. – und ich so: ok.
so ungefähr kam die anfrage von christoph aka mister klangextase rein. aber in 2 tagen abliefern? üblicherweise komm ich selten unter einem monat weg, wenn ich mich an ein neues set wage. das „sichten“ des verwendbaren liedguts braucht unvorstellbar viel zeit. aber wenn die klangextase anklopft, möchte man ja nicht absagen. schliesslich betrachte ich es als eine ehre dabei sein zu dürfen.

entstanden ist „copal negro“. eine abwechslungsreiche fahrt durch allerlei stimmungen. und weil ich beim suchen und beim mischen der tracks immer auch ein thema im kopf habe (call it konzept oder so..) hier nun eine kleine produkte-info zum schwarzen copal, damit beim hören, wenn auch nur in eurem kopf, die anderen sinne angesprochen werden.

ich wünsche euch genau so viel spass beim lauschen, wie ich ihn beim mischen hatte..

Copal_with_insects_close-up

Schwarzer Copal

Copal ist ein Pinienharz, das von den Indianerstämmen Amerikas zu allen Zeremonien benutzt wurde. Die Mayas nennen das Harz „Pom“, was „Gehirn des Himmels“ bedeutet. Es war ihr wichtigster Räucherstoff für alle religiösen, magischen und medizinischen Zwecke, sowie zur Abwehr von schwarzer Magie und bösen Geistern.

Dacryodes peruviana, auch Saumerio genannt, verströmt beim Räuchern bzw. erhitzen einen kraftvollen, mystischen sowie balsamischen Duft. In Südamerika wird es oft zur rituellen Reinigung in Schwitzhütten, zu religiösen Zeremonien, aber auch in der Volksmedizin benutzt. Schwarzer Copal wird unter anderem in Peru verwendet, um die guten Geister anzuziehen und die bösen zu vertreiben, aber auch, um sich von schlechten Visionen, Depressionen und negativen Gedanken zu befreien. Es soll animieren und revitalisieren, Schutz geben und das Positive anziehen. Von den Andenbewohnern wird Schwarzer Copal, teilweise zusammen mit anderen Räucherharzen und Kräutern, traditionsgemäss angezündet, wenn jemand verstorben ist, um so den Geist zu schützen und zurück ins Licht zu leiten.

Duft/Geruch: Mystischer, balsamischer, erdiger Duft, der die tiefsten Schichten der Seele erreicht. Bringt uns mit den dunklen Seiten unseres Seins in Verbindung, hilft in Lebenskrisen wieder den richtigen Weg zu finden.“

Playlist:

Bendejo – Unravel
Aparde feat. Anne – Prologue (Powel Remix)
Qbeck feat Nick Maurer – Don’t Let It Fall feat Nick Maurer (Johannes Brecht Remix)
Nicolas Jaar – Tourists (Creange Remix)
Hakimonu & Roi Okev – Gone
Hakimonu & Roi Okev – Aircraft
Holed Coin – Healthy
Taho – Cryptomeria
Case – Missing You (Galcher Lustwerk Dub)
Gimmix & Zorro – Oveile
Oceanvs Orientalis – Letters From Georgia
Raz Ohara – All’s Been Said (Tool Mix)
Sam Cooke vs. Kalabrese – Lost & Lookin‘ (M.RUX EDIT)
SiFi – Octagonal (Ezequiel Sanchez & Holed Coin Remix)
Spitbastard – Faux Sentiments (Subarys Remix)
Lambert Windges – Screaming
McDowell – Keep Your Lamps… (M.RUX EDIT)
Cesar Merveille Feat. Guti – Maayancholy
Kris Davis – Closer
Nina Simone & Lulu Rouge – Black Is The Colour Of Lulu Rouge
Devendra Banhart – Golden Girls (M.RUX EDIT)
Lambert Windges – Sea (Sie)
Mike Dehnert – Label Dinner
Matt Karmil – Live the Dream
Onno – Last Day On Earth
HNNY – Memory Tape Two
HendriK Vogel – no mountain (final mix) mastered end cut
Georgi Kay – Joga (M.RUX EDIT)
Mike Dehnert – Outro

Paco / Risikogruppe – A Day at the Seaside – Seasidetrip 59

rolandson hat mich letzthin gefragt, ob ich für seine (empfehlenswerte!) seasidetrip podcastserie einen mix aufnehmen mag. das thema für den podcast sei schlicht und einfach „das meer“. also hab ich mich mit freude hingesetzt und mir überlegt, wie sich für mich ein idealer tag am meer anhören könnte. entstanden ist dieser soundtrack. ich hoffe, dass der mix euch den sommer versüssen vermag..

der captain der seasidetrip crew hat zum mix noch ein paar hübsche worte verfasst:

♫ AHOY & WELCOME, to SEASIDETRIP No. 59 by Paco/ Risikogruppe

Mit »luz, paz y alegria para todos!« schließt der liebe Paco seine Worte, als er mir seinen Beitrag für den Seasidetrip überreichte. Mittlerweile weiß und spüre ich, wie sehr sie zu seinem Mix passen und wie treffend sie seine Einstellung und seine Gefühle zur Musik wiedergeben. Ich mag seine Sets und die Stimmung, welche er darin aufbaut und transportiert, und so höre ich ihm bereits seit etlichen Monden zu. Es war für mich eine Frage der Zeit, bis ich ihn zum Seasidetrip einlade und vor kurzem schien mir der passende Zeitpunkt gekommen. Und so erzählte er mir unter anderem von seinen Reisen in den Süden, denn dort verbringt er am liebsten seine Zeit am Meer. Er sitzt dann dort am Strand und fühlt sich teils melancholisch und andererseits mit einer gewissen südländischen Leichtigkeit versehen. Um das für sich ausdrücken zu können, so erzählt er mir in einer lau-warmen Sommernacht auf dem Oberdeck, hat er sich für Tracks mit »world-Anleihen« entschieden. Hinzu kommen längere Tracks, mit welchen ihr die Weite des Meeres und die damit verbundene Zeitlosigkeit fühlen und erahnen könnt. Er hat einfach das in diesen Mix gepackt, was ihn ausmacht: Liebe. Ein Mix nach absolutem Gusto für euren Käpt’n und seine Crew. So kommt mit uns an den Strand, entspannt und lauscht den Wellen und Paco seinen Klängen.

Playlist:
Die Fantastischen Vier – Tag Am Meer
Floex – Lianas (Olaf Stuut Remix)
Parra for Cuva feat. Monsoonsiren – Champa (Aparde Remix)
Roi Okev – Little Helper 170-1
Oceanvs Orientalis – Bab Ali
Sebastian Russell – Absent Mindedness (Reverse Commuter’s Present Thunder Remix)
Martin Landsky & SHOW-B – Bells For Life (Asaga Remix)
Nicone – Loven
Satori (NL) – The Greatest Against the World
SCSI-9 – Tierra Del Fuego (Asaga Remix)
Dance Spirit – Late Night Early Mornings (Bedouin Remix)
Nina Simone – Blackbird (Jascha & Martha Acid Bird RMX)
YokoO – Satya
Christopher Schwarzwalder feat. Iannis Ritter – Long Night
Satori (NL) – The Wishing Spell feat. Horrevorts (Acid Pauli Remix)
Maribou State – The Clown feat. Pedestrian (Axel Boman Remix)
Doppelagent – Goldener Reiter feat. Sinisa Licanin

just a short video..

Helping Johnny Remember

produced by: http://anankivell.com/

music: https://soundcloud.com/good-old-neon