paco 1010

um uns die wartezeit auf das neue, frische material von „das kraftfuttermischwerk“, „ander“ und „canson“ zu versüssen, lauschen wir entspannt und ohne viel worte zu verlieren dem oktobermix von paco zu..

übrigens… für die facebook-aktiven unter euch: risikogruppe @ facebook

paco 1010 by risikogruppe

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marco zenker (ilian tape) münchen

das netz ist ja eigentlich nicht da, um was wichtiges zu finden, sondern um wertvolle lebenszeit zu verschwenden. trotzdem tue ich oft so, als würd ich allerlei wichtiges in der matrix suchen. oft stöbere ich nach einem wikipedia artikel, um mein ungemein grosses interesse an unnützem wissen zu stillen (z.b. odessa, ukraine: bevölkerungsdichte je km2: 6.141 / telefonische vorwahl: +380 48 ). oder ich sichte stundenlang youtube-videos um mich an akustischen leckerbissen zu erfreuen.

und manchmal suche ich auch nach neuer musik. und wenn ich im netz nach deepen dubtechno tracks suche, stosse ich immer wieder auf marco zenker aus münchen. ich höre mir dann seine neuen lieder an und schon bald stellt sich eine wundersam hyptnotische wirkung ein. so lasset uns nun gemeinsam lauschen, was marco zenker für die risikogruppe exklusiv erstellt hat. auf das wir von einem besseren gestern träumen..

marco zenker auf facebook..

marco zenker

fragen und antworten: marco zenker

– wer bist du?
Meine Name ist Marco. Ich wohne in München und bin 21 jahre alt.
Ich mache Musik und bin Resident im Harry Klein.
Zusammen mit meinem Bruder betreibe ich das Label Ilian Tape und bin ein Teil von Harry Klein Records.

– wann und wieso bist du mit elektronischer musik in kontakt gekommen?
Mit elektronischer Musik bin ich schon relativ früh in Kontakt gekommen aber so richtig als ich das erste mal im Harry Klein war. Das war vor ca. 4 Jahren und ein sehr prägendes Erlebnis. Mein Bruder Dario war dort bereits Resident und ich wollte eigentlich nur mal sehen was er so macht und wie er auflegt.

– wie ist deine liebe zum dub entstanden?
Reggae und Dub lief bei uns zu Hause schon als ich noch ziemlich klein war. Später hatte ich dann ein Phase in der ich total auf Reggae abgefahren bin und darüber bin ich dann wieder zu Dub gekommen. Die beiden Musikrichtungen sind ja eng miteinander verbunden, aber die Reduziertheit und Deepness bei Dub hat mich echt gepackt. Ich bin immer noch ein großer Dub Fan von klassischen Sachen wie King Tubby bis zu moderneren Interpretationen wie Rhythm & Sound oder Chain Reaction.

– welche gerätschaften/software kommen beim produzieren zum einsatz?
Ich produziere zum einen mit Kisten (Juno6, SH 101, MFB 522, Electribe) und zum anderen mit diversen Plugins. Zusammen läuft dann alles in Logic.

– welche musikalischen und persönlichen ziele hast du dir gesetzt?
Solange ich so viel Spaß beim Musik machen hab wie bisher ist alles super. Natürlich versuche ich mich ständig weiterzuentwickeln und Fortschritte zu machen. Persönlich gesehen ist mir eigentlich am wichtigsten den Blick fürs Wesentliche nicht zu verlieren, das heißt mir im Klaren zu sein wie reich ich eigentlich bin und dass meine Probleme im Vergleich zu anderen wirklich nicht dramatisch sind. Dankbarkeit und Bescheidenheit sind für mich wichtige Tugenden.

– gibt’s noch andere leidenschaften, nebst der musik, die du verfolgst?
Musik ist auf jeden Fall zu meiner größten Leidenschaft geworden, aber ich geh auch sehr gerne Skateboard/Snowboard fahren oder Fussball spielen. Der perfekte Ausgleich wenn man lange vor dem Computer sitzt ist für mich Sport oder mit Freunden an der Isar flacken und Lagerfeuer machen.

– wann hörst du am liebsten ruhige musik?
Immer wenn ich in der Stimmung dazu bin, aber eigentlich täglich. Zum entspannen, zum kochen oder wenn Besuch da ist. Neben Techno höre ich eigentlich ziemlich viele andere Sachen wie Jazz, Dub, Ambient oder dicken old school Hip Hop.
 

dj dister (born 2 roll) berlin

hip-hop? nun…
als ich 1983 „wildstyle“ gesehen hab, wollte ich auch weisse(!) handschuhe anziehen, lies die welle elegant durch meine arme gleiten, übte gnadenlos die windmühle und organisierte mit 14 meine erste veranstaltung, einen b-boy battle, in der turnhalle meiner schule. aber wayne interessierts..

dister aus berlin, ein übrigens sympathischer hip-hop mensch mit einem ausgezeichneten musik geschmack, hat mit seinem (video-)mix genau die richtigen, smoothen und gleichzeitig groovenden oldskool tracks aneinander gereiht. die form des videomixes gefällt mir hier ausgesprochen gut. und der sound (nur als solcher natürlich runtersaugbar), der ist einfach „yeah“..

music-download:
das ganze als ‚only audiofile‘ auf zshare..

dister im netz_
_dj dister auf myspace..
_dj dister auf facebook..
_dj dister auf soundcloud..

dister

fragen und antworten: dj dister

– east- oder westcoast?
hat mich nie wirklich interessiert.. das meisste was ich früher gehört hab war eastcoast… aber alter.. NWA, ice t, boo ya tribe usw.. was soll ich sagen..
und aktuell dilated, defari usw.. best!!!

– warum immer noch hip-hop?
warum nicht? ich lass alte freunde nie im stich!!!

– was ist das spezielle deines publikums, wenn du auflegst?
es ist sehr unspeziell d.h. durchwachsen.. alle altersgruppen, alle schichten.. chicki micki bis punk.. aber sehr feierwütig!

– wie produzierst du deine tracks?
ich liebe meine mpc 1000. naja und logic und sowas..

– vinyl oder mp3?
ich kaufe nach wie vor regelmässig vinyl (alte freunde und so =) aber digitalisier das dann gleich und leg mit serato auf.. man muss ja mit der zeit oder?! aber ich hab mir vorgenommen auch mal wieder ne plattentasche zu packen.

– wie erlebst du die berliner szene? was läuft in der schweiz anders?
die berliner szene ist in sachen graffiti und rap schon immer sehr activ und innovativ auch wenn vieles gleich wirkt.. battle-time every day!
die schweizer wie ich sie kennengelernt hab sind für vieles leicht zu begeistern, haben einen guten musikgeschmack.. und können auch richtig feiern!

– bling-bling or not to be?

jedem das seine. ich putz meine schuhe..

– was gäbe es für eine alternative statt dj dister zu sein?
thomas lange heissen, bürojob in mamas firma haben und n einfamilienhaus mit garten abbezahlen.

– magst du elektronische musik? und wie macht sich das bemerkbar?
es gibt sachen mit denen kann ich mich anfreunden.. aber noch macht sich das nicht bemerkbar.. hehe

– was inspiriert dich mehr? ein bier oder ein glas wein?

ne fanta

inannia (no accident in paradise) jena

and now: ambient!!

man hält es kaum für möglich, aber ja, ich mag chilligen sound ;-). und ja, ich bin ständig auf der suche nach neuen ausdrucksformen entspannter musik.

heute richten wir das licht unserer schicken LED taschenlampe auf jena, wo inannia seine definition zeitgenössischer lowbeats und ambient musik pflegt. seine kontemplative soundlandschaften entfalten sich  im raum, sonore und filigrane melodien funkeln luzid am imaginären firmament und irritierende geräusche wollen aufmerksam verfolgt werden.

„ernstzunehmenden“ ambient verlangt oft mehr emotionale bereitschaft vom gemeinen zuhörer als ihre bitchige schwester der tanzmusik. zwar können beide musikrichtungen die charmante zuhörerin in sabbernde extase versetzen, doch manchmal dürstet der eigene geisteszustand nach ambientösen klängen. und damit diesem begehren genüge getan wird, gibt’s nun stundenlang musik for your body, your mind and your soul…


liquid sound underwater mix by inannia

inicial electronix mix 2009 by inannia

NAIP @ Weltecho 2009 by noaccidentinparadise

NAIP @ Therme Bad Schandau 2009 by noaccidentinparadise

inannia’s webpage..
inannia’s soundcloud..
no accident in paradise auf myspace..

Photobucket

fragen und antworten: inannia

– wer bist du?
ich bin inannia. musikalisch bewege ich mich im bereich ambient & lowbeats. desweiteren bin ich auch ein teil vom ambient liveprojekt NO ACCIDENT IN PARADISE. ich lebe in jena und bin inkognito auch im FREUDE AM TANZEN konglomerat tätig.

– wann und wieso bist du mit elektronischer musik in kontakt gekommen?
angefangen habe ich mit bewusster auseinandersetzung und intensiven hören von elektronischer musik anfang der 90er jahre. es kam dann auch ganz schnell der erste turntable ins haus. damals ist man noch auf technopartys gegangen, habe aber sehr schnell gemerkt, das es mich immer mehr hin zu abstrakten ruhigen elektronischen klängen hinzog – wie ein magnet. ich habe dann mein erstes „aha-erlebnis“ auf dem WHAT IS AMBIENT FESTIVAL 1995 im ultraschall münchen gehabt – 3 tage in einer halle gelebt, abgekapselt von der aussenwelt, umgeben von elektronischen klanggebilden und ambient musik!

– erzähl doch bitte etwas vom projekt „no accident in paradise“
NO ACCIDENT IN PARADISE ist ein live ambient sound system, welches ich zusammen mit STACHY (ex-fischmob), AL-AGBA (pentatones) und dem visual artist ROBERT SEIDEL umsetze. ich gestalte musikalisch das soundfundament, indem ich samples und töne dem liveset gezielt tröpfchenweise beisteuere. NO ACCIDENT IN PARADISE versteht sich als eine art live-hörspiel, gekoppelt mit bewegten bildern, die sich zu organischen landschaften aufbauen. das ganze wird live arrangiert zu einem elektronischen mix aus soundschnipseln und zahlreichen tonfragmenten.

– warum eigentlich ambient sound?

ambient ist leben, für mich emotion und tiefe. die leidenschaft findet man im ständigen suchen nach neuen sounds und klängen. die welt da draussen bietet soviel, man wird immer etwas finden… und bei mir war und ist es ambient musik!

– du arbeitest für das label „freude am tanzen“ als grafiker. fragen dich da nicht alle: machste nicht mal was zum tanzen?
ganz im gegenteil, keiner hat mich bisher so etwas gefragt, man staunte eher auf den partys und frug mich, woher man solche abstrakte ambient musik denn bekäme. für viele ist der hintergrund zum musiklabel auch nicht klar, man ist ja in gewisser weise inkognito unterwegs, mit der musik.

– beherrscht der partygänger in der heutigen zeit überhaupt noch die kultur des chillens? findest du nicht auch schade, dass diese kultur an parties zu wenig gefördert/gelebt wird?
es bewegt sich gerade etwas. mir fällt auf, das clubs und veranstalter immer mehr auch wieder wie in den 90ern jahren, gewisse chill out floors einsetzen – wenn der club auch den anspruch hat, gute und breitgefächerte elektronische musik zu präsentieren. es ist damals, wie auch heute immer noch eine „erziehungssache“, man muss diese musik zu den leuten hinbringen, erst dann checken sie, wow, das ist gar fremd, aber es hört sich sehr interessant an. flying lotus zum beispiel, spielt bewusst, wenn es passt, mal ein ambient set. obwohl er eigentlich für eine ganz andere musik bekannt ist. diese beobachtungen habe ich öfters gemacht. aber du hast schon recht, chill out floors sollten wesentlich mehr eingesetzt werden, auch im clubkontext. ich denke wir sind auf dem richtigen weg.

– welches chilliges set für einen sonntag nachmittag empfiehlt der fachmann?
das ist nicht einfach und auch extrem von der stimmung abhängig. zu empfehlen, gerade im kaltgrauen winter ist natürlich von BIOSPHERE – SUBSTRATA und TERRE THAEMLITZ – SOIL . sehr vertrackelt und nicht konform, aber trotzdem interessant finde ich gerade PUPA aus granada, spanien mit seinem set.

daniel fx (stadtmusikant) berlin

mit daniel fx geht es endlich heiter weiter. mit ihm haben wir einen äusserst versierten musikanten an bord, der schon seit längerem im berliner nachtleben agiert und mit seiner partyserie „berliner stadtmusikanten“ für die nötige aufmerksamkeit gesorgt hat. was zudem sein munteres, nach vorwärts gerichtetes set beweist, welches den dancefloor agil bezirzt und wohl einige ärsche wackeln lässt.

wobei wir nun schnell beim thema fitness wären. oder beim essen. oder doch beim verteilen des eigenen genetischen materials, beziehungsweise beim erlangen dessen? egal, ich bin äusserst schlecht beim decodieren von solchen signalen. lieber sauge ich mir erstmal daniel’s mix auf mein handliches datenwiedergabekästchen runter und schwinge mich später auf mein geliebtes bike. gekocht wird später und verteilt wird gar nichts. ausser vielleicht nutzlose, aber gut gemeinte ratschläge… wer will einen?

 
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daniel fx‘ website..

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foto: natascha zivadinovic

fragen und antworten: daniel fx

– wer bist du?
ich bin daniel. manche nennen mich auch fx oder schulze.

– wann und wieso bist du mit elektronischer musik in kontakt gekommen?
das ganze fing ziehmlich früh an. mein bruder brachte mir damals in den neunizger jahren schon immer mixtapes aus diversen clubs mit die ich rauf und runter hörte. seitdem höre ich viel und habe mir dann im jahr 1999 meine ersten 1210er und ein kleines mischpult gekauft.

– im jahr 2000 bist du nach berlin gezogen und hast die partyserie „berliner stadtmusikanten“ gestartet. warum und wieso?
ja genau….ich kam aus aachen nach berlin. dort war ich 1 jahr für den zivildienst. dann wollte ich mal weg. berlin war eine idee, die ich dann verwirklichte. einmal hier angekommen habe ich mich ziehmlich schnell eingelebt und mit ein paar dj freunden, wie ahmet coskun und daniel dreier die stadtmusikanten gegründet. das ganze war eine plattform für uns als djs, wir wollten spielen und mit eigenen veranstaltungen war das alles am einfachsten für unbekannte neulinge. wir hatten sehr gut laufende afterhours wie die annabar oder die im casino garten sonntags nachmittags. ausserdem dann auch unsere residency im sternradio. so fing dann alles an 😉


– nun ziehst du bald um und neue releases von dir sind zu erwarten. erzähl doch mal…

nun also fast 10 jahre in berlin. time for a change. ich bin schon immer sehr viel und häufig umgezogen. vielleicht kommt daher der drang öfter mal etwas neues zu haben. ausserdem bin ich seit ein paar tagen 30 und meine uni habe ich auch geschafft. berlin ist in den letzten jahren auch sehr überlaufen! das ist sicherlich auch ein grund mehr. jetzt steht antwerpen vor der tür, wo ich sicherlich auch oft auflegen werde. ausserdem bleibt mir berlin immer verbunden und ich werde auch oft dort sein zum auflegen und meine freunde zu besuchen. ganz klar.

zur zeit stehen remixe vor der tür u.a. auf labels wie museek, plexi und fabriquez. diese kommen jetzt in den nächsten 2 monaten raus. ausserdem wird dann anfang des jahres noch eine full ep folgen und ein projekt mit seelenluft steht in den startlöchern. hier produzieren wir gerade den ersten hit 😉

– du legst schon seit vielen jahren auf. was unterscheidet dich von den anderen und wie hart empfindest du den konkurenzkampf in berlin?

ja, lege nun schon seit geraumer zeit auf. mich unterscheidet der punkt von den anderen 😉 klar der konkurenzkampf in berlin ist sehr groß. es gibt so viele gute djs. dadurch, dass ich schon eine weile hier gelebt habe habe ich ein ziemlich großes netz an freunden und bekannten aufgebaut, die mir sehr geholfen haben und viele sachen ermöglicht haben (bei denen ich mich hier auch kurz für die tolle zeit bedanken möchte!)

ich versuche immer das zu machen was mir spass macht. die musik muss soul, groove und funk haben und muss am besten variabel sein. sicherlich, sagen viele aber das ganze sollte subjektiv sein.

– ist es eine art geheimwaffe unveröffentlichtes material von freunden zu spielen?
wenn die sachen gut sind auf jeden fall 😉 gerade in berlin wo es so viele djs gibt, die am wochenende teilweise 2-3 mal spielen ist es immer von vorteil sachen zu haben die viele noch nicht kennen.

– vinyl oder mp3: bist du open minded?

seit ca 1,5 oder 2 jahren spiele ich fast nur noch cds. das ganze kam als die promomails immer mehr wurden und ich diese gebrannt habe. seitdem kaufe ich auch viel digital bei WAS oder beatport natürlich….ausserdem mag ich die cdj’s sehr und es macht ebenso viel spass wie mit vinyl.und die möglichkeiten sind größer. man ist wesentlich flexibler. ich bin kein vinyljunky. ausserdem ist es sehr angenehm nur mit dem cd case zu reisen.

– gibt’s neben musik und parties sonst noch etwas in deinem leben, was du mit leidenschaft verfolgst?
sicherlich…vieles. musik und partys sind ein großer, wichtiger und schöner teil in meinem leben, von dem ich aber auch öfter mal abstand brauche. vielleicht auch noch ein grund die partystadt berlin zu verlassen. früher vor meiner zeit als dj bin ich 10 jahre motocross gefahren, da werde ich nun in belgien wieder mit anfangen. ein super ausgleich. wie so vieles anderes was das leben lebenswert macht. es bleibt noch so viel zu entdecken in allen bereichen die einem das leben und die welt bietet ich möchte auf jeden fall so viel wie möglich davon mitnehmen und erleben.

– was kannst du besonders gut? (z.b. knödel kochen, herzen brechen, keine beziehung eingehen…?)

knödel kochen kann ich gut. kochen allgemein. ich wollte mal koch werden früher, das hatte mir mein vater damals aber verboten, mit 14 😉

– wann hörst du am liebsten ruhige musik?
das kommt ganz auf die stimmung drauf an. zuhause höre ich nicht so viel clubmusik. eher ruhigere sachen.