just a short video..

Helping Johnny Remember

produced by: http://anankivell.com/

music: https://soundcloud.com/good-old-neon

thom monn – what a long strange trip it’s been – risikogruppe mixtape

manchmal stimmt alles. das wetter, das aufgesetzte lächeln vor dem spiegel, die aussicht auf erquickende momente durch ein/e kühle/s blonde/s  und.. die musik. vor allem heute, weil wir mit thom monn einen mischer mit an bord haben, der sich mit einem ausgezeichnetem musikgeschmack brüsten darf, sowohl im elektronischen als auch im indie bereich. aus diesem grunde wurde er hier von mir schon einige male mit seinen mixtapes und seinen tracks vorgestellt. thom wohnt in basel und ist mit chris air teil von monair. und egal, ob alleine oder im duo.. in seinem output steckt viel liebe zur musik. und weil das, was von herzen kommt, entfaltet sich dann auch akustisch im raum und dringt per gehörgang in das unsere. so simpel meine theorie auch ausschauen mag, so wahr ist sie für mich. und darum hab ich ihn angefragt, ob er mir ein mixtape anfertigen möchte.

hier ist es nun, dieses “von herz zu herz” ding. what a long strange trip it’s been..

Playlist:

Nick Drake – Three Hours
Ellen Schneider – 111 (Remix)
[excerpt] Things From The Basement – Floral Ground
Praah – Thank You Satan (M.Rux Remix)
Leonard Cohen – Avalanche
[excerpt] Cloud Boat – Hallow (Ewan Pearson Instrumental)
David August – Watch Your Step
Red Right Hand (Red Axes And Niv Hadas Edit)
Duererstuben – Sonnenblut Am Platz Der Perlen
Gunther Lause – Mountain
Chymera – Fathoms (Esteble Dive Deep Remix feat. BeatuniQue)
[excerpt] Nina Simone – Black Is The Colour
Ellen Allien – Flashy Flashy (Nicolas Jaar Remix)
The Album Leaf – Over The Pond
 

fragen und antworten: thom monn

thom monn2

wer bist du?
das ist grundsätzlich eine gute frage, auf die ich auch nach meinem letzten selbstfindungsversuch keine passende, resp. mir zufriedenstellende antwort geben kann. deshalb belassen wir es bei: hey, ich bin der thom.

wann und wieso bist du mit elektronischer musik in kontakt gekommen?
wenn mit elektronischer musik auch tangerine dream und solche pioniere gemeint ist, dann wohl ende der siebziger jahre aus den boxen meines vaters anlage. ansonsten begann ich mit auflegen im 4/4-takt so um 1993/1994 rum.

was gibt dir, neben der musik, sonst noch freude im leben?
ach, ganz viele dinge. mit familie und freunden die zeit genießen. ein lächeln einer mir unbekannten person im alltag. die laufende duschbrause in den mund stecken und versuchen dabei zu singen. wenn morgens die sonne scheint und ich weiß, dass ich nicht zur arbeit muss. wenn mein gemüse- und kräutergarten was abwirft, was ich auch wirklich essen kann. wenn ich nachts alleine mit dem fahrrad bei angenehmen temperaturen durch die gegend fahre und darüber sinniere, wie unwichtig wir – aber schön das leben an sich – doch eigentlich ist. denn alles fühlt sich leichter an, wenn man sich selber nicht zu ernst nimmt.

welche projekte stehen an?
geschäftlich (leider) ganz viele. privat, dass ich meinen alten vw-bus endlich mal so herrichte wie ich es mir erträume. und musikalisch eigentlich keine. einfach weitermachen. auflegen, produzieren, mit freunden jam-sessions durchführen. keinen plan und kein ziel haben ist bisweilen ganz entspannend..

wann hörst du am liebsten ruhige musik?
da ich grundsätzlich eher der warmen, langsamen, elegisch-melancholischen musik verfallen bin eigentlich immer. oder fast immer. auf dem fahrrad oder nachts im club mag ich es schon mal etwas härter und schneller. ist ja klar. ich mag es halt einfach, wie sehr einen die musik beeinflussen kann. und dies dann zu nutzen um etwas umzusetzen finde ich ganz großartig. tolle sache, die musik. muss ich also schon sagen.

thom @ soundcloud für seinen musikalischen output im allgemeinen
thom @ facebook für die virtuelle freundschaft
thom @ bandcamp & @ beatport für den monetären support
thom @ hearthis für alles mit ohne techno

paco / risikogruppe – broken spring break

der frühling ist gut zu mir. ich bin wieder mobil und zeugungsfähig. mein neu erworbenes, tschechisches second-hand auto fährt sich äusserst angenehm und mit meinem ersatz-laptop hab ich gestern aus lauter freude einen neuen mix gezeugt. entschuldigen möchte ich mich irgendwie trotzdem noch für den schlussschuss. wie so oft hör ich mir das verwendete material erst beim mischen richtig durchgehend an. überraschendes bleibt somit nicht aus. und so hat sich am schluss auch der schuss aus einem französischen filmsnippet reingeschlichen. ich tue nun halt so, als ob dies ein gewolltes statement (für oder gegen gewalt?) wäre. weil, ich will ein paar tage wegfahren und bin zu faul, um das ganze nochmals aufzunehmen. und so wird’s neu zum statement gegen perfektion. man muss gewisse dinge auch mal einfach so stehen lassen können..

bedanken möchte ich mich an dieser stelle beim kraftfuttermischwerk, bei den elektroaktivisten  und bei allen anderen, die mich immer wieder (oder auch ganz neu) supporten. ich weiss es wirklich (von herzen) zu schätzen!

amor, paz y alegria..

playlist:

Flako feat. Dirg Gerner – With Me Now
M E E S H A – Summer Love
Gedna – You
M E E S H A – Miss You
Synkro – Heros
Bass Sekolah – Lighthouse (Phon.o Remix)
Luc Angenehm – Walhall
Michał Lewicki – One
Oceanvs Orientalis – Leonardo 24 days
The Landing – Then Comes The Wonder
Cafe Lanai – Lanai
Mercy – Red Kneck
Francesca Belmonte – Stole

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Jennifer Cantwell – Letter home – 2011

bohren & der club of gore – tribute mix

dieser moment, wenn die band den ihnen gewidmeten mix für gut befindet und über ihre facebookseite teilt..

und ich dachte schon, es gäbe mit sicherheit probleme mit dem copyright. schliesslich befindet man sich mit den mixtapes ja immer irgendwie im graubereich. meine kriminelle energie scheint jedoch allen juristischen überlegungen zu trotzen. habt also spass mit meinem (verbrecherischen) podcast, den ich im rahmen meiner monatlichen radiosendungen auf gds.fm zusammengestellt habe.

filed under: dark jazz

live in der Schweiz: 21.11.2015 Bern, Dampfzentrale (Saint Ghetto-Festival)

den folgenden text hab ich mir von laut.de geborgt. weil gutes nicht nochmals neu erfunden werden muss:

Bohren und der Club of Gore

Bohren Und Der Club Of Gore spielen einen Crossover aus Jazz und Ambient. Konstante Mitglieder sind Thorsten Benning (Drums), Christoph Clöser (Saxophon, Piano, Rhodes), Morten Gass (Piano, Mellotron, Rhodes) und Robin Rodenberg (Double Bass). Besonderes Kennzeichen ihrer Musik: Stille als tragende künstlerische Säule.

Dies ist zu Anfang der Karriere noch nicht absehbar. BCG gründen sich 1988 in Mülheim an der Ruhr ursprünglich als Heavy Metal– bzw. HardcoreBand; “Eine der üblichen Krachbands“, wie Morten Gass betont. “Wir haben drei Jahre lang unseren Idolen nachgeeifert. Und immer kam woanders eine Platte heraus, die besser war als wir.” So wächst die Sehnsucht, anders zu sein. Es entwickelt sich das Konzept der Leisetreterei. Nach und nach tauscht das Quartett seine HC-Wurzeln ein: Ruhe statt Lärm, Sanftheit statt Aggression, Klarheit statt Verzerrung.

Es entstehen Ambient-artige, extrem langsam performte Klanglandschaften mit sphärischer bis meditativer Prägung. Mit leichter Hintergrunduntermalung hat das alles jedoch nichts zu tun. Das Stillleben wird nahezu ausschließlich durch die instrumentellen Farben des Jazz gemalt. Als roter Faden zieht sich dabei das wohl behäbigste, bedrückendste Saxophon der Musikgeschichte durch die zeitlupenhaften Tracks. Diese eigentümliche Mischung und Songtitel wie “Orgelblut”, “Darkstalker”, “Nightwolf” oder “The Art Of Coffins” bringen dem Goreclub in der Presse den Titel “Meister und Erfinder des Doomjazz” ein.

Bohren selbst begreifen sich als Impersonatoren einer Melancholie mit erlösendem Licht am Ende des Tunnels: “Wenn das ein Suizidgefährdeter hört, müsste er diese Gedanken eigentlich wieder verwerfen, weil er eine Möglichkeit sieht, in diesem beschissenen Leben weiter zu existieren. Unter anderem, in dem er unsere Musik hört.” Tatsächlich klingen ihre Lieder wie eine verloren geglaubte Pause im Auge des Sturms des hektischen Alltags.

Dieser Break ist jedoch nie tauglicher Ruhepol zur betäubenden Entspannung. Bildlich gesprochen bedeutet er Schwarzlicht gewordenen Klang, während das Blut schon die Wand im lichtgedimmten Zimmer heruntertropft. Die Tonträger unterscheiden somit nur subtil voneinander. Mal steht wie bei “Sunset Mission” oder “Black Earth” das warme Saxophon im Vordergrund. Dann wieder experimentiert die Band mit Chören und Vocodern (“Geisterfaust“) oder gar mit Gastsängern (“Beileid“). Die beschriebene Grundausrichtung bleibt stets erhalten.

Die Bandmitglieder selbst stehen dabei vollkommen im Hintergrund. Nichts soll das Publikum von der auditiven Wahrnehmung der Goreschen Töne ablenken. Auch deshalb gibt es kaum unverfremdete Fotos der Musiker. Entsprechend finden viele Gigs bei eher schummriger Beleuchtung statt. Der im Rock/Pop-Kontext typische Hang zum Personenkult, zu Frontman-Status und ausufernden Soli findet hier nicht statt. Er wäre ohnehin nur Störfaktor. “Vieles, was uns nicht gefällt am Leben, wird erträglich durch das, was wir machen. Nebenbei sind wir auch davon überzeugt, dass es uns überdauert.

Bei soviel getragener Ernsthaftigkeit wird schnell übersehen, dass sich der Club eine gesunde, humorvolle Distanz zum eigenen Schaffen erhalten hat. Selbstironisch und in Bezug auf die programmatischen Manowar-Lyrics “Other bands play, Manowar kill” sagt Morten Gass über seine Band: “Other bands play, Bohren bore!

und hier noch ihr neustes album “piano nights” in voller länge, dass ich euch wärmstens empfehlen möchte. aber eigentlich kann man bedenkenlos alle ihrer alben kaufen..

http://www.bohrenundderclubofgore.de/