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Risikogruppe – Lali Gurash (Mix für den das Kraftfuttermischwerk Adventskalender 2021)

In 4500m Höhe gedeiht eine bezaubernd zart duftende, aber äußerst robuste Rhododendron-Art, die botanisch zu den Heidegewächsen gezählt wird. Lali Gurash, so der Name des nepalesischen Rhododendron, ist die National-Blume von Nepal und steht symbolisch für diesen neuen Mix, welcher für das Kraftfuttermischwerk aus Potsdam enstanden ist.

Von buddhistischen Mönchen wird das Pulver des Lali Gurash‘ mit Ghee vermischt und als heiliger Weihrauch in allen heiligen Gebäuden, Tempeln, Klöstern und Orten entzündet und verräuchert. Es entströmt ein wundersamer, eigenartig fruchtig-balsamischer Duft, der Herz und Nerven beruhigt, stärkt und wieder stabilisiert. Und… er fördert das Vertrauen.

Wenn du also bei innerer Aufgewühltheit, seelischer Instabilität, Unruhe, Trauer, Verlust und/oder Trennung die Entspannung und Geborgenheit suchst, und ein Gefühl von Weite und Klarheit vermittelt bekommen möchtest, dann bringt dich vielleicht dieser Mix den Göttern nahe. ^_^

Abgesehen von ihrer Schönheit ist die Blume essbar und kann zu köstlichem Saft, Wein und Gurken(!) verarbeitet werden. Wenn du es also nicht so mit den Göttinnen hast, dann hilft dir eventuell diese lukullische Vorstellung, während du die Musik hörst. Hauptsache du geniesst diese fast zweistündige Reise!

Tracklist:
The Threshold HouseBoys Choir – Part Four ‚So Free It Knows No End‘
Aleksandir – Calvert
Arutani – One Last Time
KILN – Open Field
Psilosamples – Suprassumo
Psilosamples – Tapete Voador
Biome – Tired
Synkro – Intersection
Jürgen Paape – So weit wie noche nie (excerpt)
Till von Sein – Jammin
Arutani – I Am Still Here
Kyongpaul – Count
Drew Gragg & Andreas Maragakis – Pyre
Brijean – Moody (Buscabulla Remix)
Kayla Painter – Unseen and Unknown
Dualize – Eon
Shpongle – Nothing is Something Worth Doing (Cosmic Trigger Remix)
Chancha Via Circuito, El Buho – Oruga
Eve Biōn – Follow
Stimming – Pelikan
Overshift – Just A Moment
Ensemble Du Verre – Scene #3
Ensemble Du Verre – Scene #4
Andi Otto – Shwe Oh Si (Andi Otto Remix)
Awka & Chiari – Boreal
Eve Biōn – It’s Time
Lee Jones – Transience
Park Hye Jin, Nosaj Thing – CLOUDS
Ross from Friends – Thresho_1.1
Chhun Vanna – I Love Only You

Und hier, weil hübsch, einfach noch drei Geldscheine mit der erwähnten Blume:

Lexfinger – Away (Mix for Risikogruppe)

 

Lexfinger a.k.a EL a.k.a Herr Wehrli lebt in Zürich und co-betreibt dort eine T-Shirt Druck Firma (dinschrift). Irgendwie lebt und arbeitet er dort auch schon ein paar (viele) Jahre. Wir kennen uns jedoch noch etwas länger. Nämlich aus der Zeit, in der wir beide in der Provinz lebten und halbwegs wichtige, weiterführende Schulen abzuschliessen versuchten . Und weil ich dazumals in einer durchaus wilden WG wohnte und mit dem wortkargen Bassisten einer kuhlen, lokalen Hardcore, Ska-Punk Band (aka „well what“) unter einem stets dichten Dach die Küche teilte, kam es zu deren Anfrage, ob ich nicht Lust hätte, eine wilde Visualisierung einer ihrer Konzerte zu bebildern. Und weil der Herr Wehrli und ich einen ähnlichen alternativen Filmgeschmack teilten, taten wir uns zusammen und haben Bilder, Filmsequenzen und Fotos zusammengebastelt. Diese haben wir dann während dem Konzert auf deren weissen Chemieschutz-Anzüge projiziert, was schon irgendwie sehr geil und avantgardistisch aussah. Ich schweife aber ab, weil es ja um den Herrn Lexfinger geht. Ich muss aber ja irgendwo anfangen. Warum also nicht mit unser beider Vergangenheit.

Also.. der Lexfinger hatte/hat (und wird haben) einen superben und auserlesenen Musikgeschmack. Er kann gekonnt sowohl alten und neuen Wave, Shoegaze, Cosmic, wie auch minimales elektronisches mit- und durcheinander mischen. Und überall, wo er hinter den Mischpult steht, wird auch bald heftig getanzt. Und nicht nur das; der Herr Lexfinger ist auch absolvent der Fachschule für Tontechnik ffton und hat ein paar Tracks produziert und veröffentlicht. Und er hat auch eine Zeit lang mit dem Dr. Bitstream auch live-sets in Clubs gespielt. Überhaupt scheint es so, als wäre Musik für den werten Herr Lexfinger ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Und weil ich seine Musik schätze und seinen Geschmack kenne, fragte ich ihn vor vielen, vielen (8!) Jahren an, ob er nicht auch was für die Risikogruppe mischen könne. Er konnte zwar, verheimlichte es mir jedoch bis vor kurzem. Zum Glück hat er sich nun entschieden, diesen in unsere Welt zu gebären.

Es ist ein zeitloser Mix geworden, voll mit schwelgerischem Shoegaze, angereichert mit elektronischen Space-Effekten und kosmischen Synthesizermelodien. Es ist ein einstündiges, unvergängliches Stück Musik geworden, welche nicht der vergänglicher Mode unterworfen ist. Ein Stück Audio also, welches wir auf Anhieb zu unserem persönlichen Sehnsuchtsort erwählt haben.

Lexfinger auf Soundcloud: https://soundcloud.com/lexfinger

Lexfinger auf Facebook: https://www.facebook.com/lexfinger


Tracklist :
Intro
Chromatics – There’s A Light Out On The Horizon
Clint Mansell – Are You Receiving?
Mood 1
Harmonia – Veterano
Pye Audio Corner – Foreshadowed
Mood 2
Marcus Belgrave – Space Odyssey
Peaking Lights – Tiger Eyes (Laid Back)
The Sorry Entertainers – Desperate Pilgrim (Version)
Moebius – Hasenheide
Mood 3
Meschi – Sur La Route
Mood 4
The Vee – By This River (Cover)
Mood 5
Pye Audio Corner – Theme Number Eight
Glass Candy – Last Nite I Met A Costume
Robot Koch feat. Nelson – Bugs
At The Boards – Loops Of Your Heart
Michael Bundt – La Chasse Aux Microbes

 

Fragen und Antworten: Lexfinger

Erzähl doch ein wenig über deinen Mix.
Der Mix entstand ja schon 2012/2013. Daher musste ich auch die Playlist rekonstruieren
und hoffe, dass mir das einigermassen lückenlos gelungen ist.
Jedenfalls hatte ich damals einfach Lust darauf, etwas geplanter an die Sache
heranzugehen, anders aufzunehmen – und nicht nur möglichst nahtlos Tracks
aneinanderzureihen. Dementsprechend kommt auch sehr wenig Beatmatching zum
Einsatz und das Ganze wird eher durch sich abwechselnde Stimmungen
zusammengehalten. Das geht von eiernden Bandaufnahmen mit Klavier, Filmmusik,
rauschenden, analogen Modular-Synths über Krautrock, Sprachfetzen, Space-Jazz und
Pop bis zu eingestreuten Kuriositäten aus meinem Archiv. Ein ziemlich wilder, stilistischer
Ritt in Zeitlupe.


Wie kamst du darauf?
Es gab früher auf Couleur 3 diese Nachtsendung. Es muss wohl so Ende 80er, Anfangs
90er gewesen sein
Ich war ziemlich geflasht davon: Die Musik schien sehr bedacht gewählt zu sein und legte
einen ruhigen Grundteppich, um dann immer wieder von seltsamen Einspielern
unterbrochen zu werden – insgesamt war das sehr atmosphärisch und fast hörspielartig!
Einmal hörte ich die Sendung während einer einsamen, nächtlichen Autofahrt und das
berührte mich sehr.
Aber zurück zu meinem Mix. Vor Kurzem habe ich ihn zufällig wieder in meinem privaten
Soundcloud-Bereich gefunden und mit tatsächlich nun etwas grösserer Distanz befunden,
dass er nun doch noch raus soll. Verlässlicher Testhörer war, wie schon oft zuvor, mein
guter Freund und musikalischer Weggefährte Christian aka. Fiquère, der das Teil
tatsächlich sofort am Stück durchhörte und guthiess.


Wann soll man sich das Teil anhören?
Haha, wahrscheinlich eher nicht an der nächsten feuchtfröhlichen Hausparty. Auf
nächtlichen Reisen, on a boat? An einem verregneten Sonntag, wie dem heutigen, passt
er schon mal auch recht gut.


Was steht bei dir als Nächstes an?
Für eigene Produktionen fehlt es momentan noch an einem ausgefeilteren
Zeitmanagement. Aber daran kann man arbeiten. Und demnächst wieder mal auflegen.
Darauf freue ich mich schon. Einmal im Club, an einer Party und in meiner Lieblingsbar,
dem Daniel H.